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Kosovo heute nach dem krieg

Ob oder inwieweit eine voreilige europäische – insbesondere deutsche – Anerkennungspolitik von 1992 gegenüber Slowenien und Kroatien dann zu einer Verschärfung der ethnonationalistischen Politik und zum Übergreifen des Krieges auf Bosnien und Herzegowina geführt hat, ist Gegenstand heftiger Kontroversen.[29][30] Ein Abzug der gut 5.000 KFOR-Soldaten könnte zu größeren Konfrontationen führen, glaubt Reljić. Es sei schwer, den Balkan zu stabilisieren. "Es ist ein kleiner Raum, in dem sich viele lokale Akteure treffen, die verschiedene kulturelle und politische Traditionen besitzen und in dem sich auch große geopolitische Konfrontationen abgespielt haben. Über den Balkan läuft die Verbindung zwischen dem nahöstlichen Raum Türkei und Mitteleuropa. Auf dem Balkan treffen sich die Einflüsse Westeuropas und Russlands." Solange es große Imperien gegeben habe, die dort dominierten, habe es Stabilität gegeben. "Aber mit dem Zerfall Jugoslawiens ist auch eine Vielzahl von neuen Akteuren auf den Plan getreten und es ist nicht einfach, sie alle einzufangen. Auch nicht in der EU und in der NATO." Start Kosovo: 10 Jahre nach dem Krieg Am 24. März 1999 begann die NATO ihre Luftangriffe auf Jugoslawien. Heute ist vom Krieg in der Region nur noch wenig zu sehen

In einer langen Kolonne, jeweils zu zweit nebeneinander, wurden die Frauen und Kinder unter Schlägen und Beschimpfungen von den Paramilitärs und Polizisten aus der Moschee geführt. Man werde sie im Nachbardorf alle umbringen, hörte Fahrije, die ihr nahezu lebloses Baby im Arm trug.Innovatives Theater im Kosovo - Von Organhandel bis Homophobie und Machismo(Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 24.08.2017)

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Ein Bedürfnis nach Beachtung, Furcht oder eine leichte Tendenz zum Narzissmus: Warum plötzlich auch Menschen, die einem nahe sind, wilde Thesen vertreten - und wie man damit umgeht.In ihrem Werk „L’opinion, ça se travaille“ (2000), kritisieren Serge Halimi, Dominique Vidal und Henri Maler die Propaganda der westlichen Medien zur Förderung einer militärischen Intervention. Besonders die Gerüchte über Völkermord und ethnischer Säuberung werden analysiert, wie auch die fast allgemeine Abwesenheit öffentlicher Rechtfertigungen nach Aufdeckung ihrer mangelnden Begründung, die wohlwollende Behandlung der Kriegsverbrechen der NATO und die systematische Denunzierung der Kriegsgegner als Unterstützer der serbischen Regierung. Syrischen Kurden haben vor rund einer Woche insgesamt knapp 30 Kinder früherer IS-Kämpfer an Frankreich und die Niederlande übergeben. Ob man Kinder von getöteten oder inhaftierten Kämpfern der IS-Terrormiliz in die Heimat ihrer Eltern zurückführen sollte, beschäftigt derzeit die Kommentatoren in mehreren europäischen Ländern.Durch die Bombardierung der offenen Städte von Belgrad, Niš und Novi Sad[12] wurden von NATO-Bombern und Marschflugkörpern insgesamt neben 54 Objekten der Verkehrsinfrastruktur 148 Gebäude, 300 Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungseinrichtungen sowie 176 Kulturdenkmäler, darunter 23 mittelalterliche Klöster, beschädigt.

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Die Jugendarbeitslosigkeit lag nach Angaben aus dem Jahr 2015 bei 60 Prozent, während Gehälter rund 300 Euro betrugen und das Gesundheitssystem als kaum funktionierend beschrieben wurde.[284] Die staatlichen Strukturen des Kosovo funktionieren offenbar nach Darstellung von EULEX nur bedingt bzw. mangelhaft. Ein deutscher Polizist, der für EULEX arbeitete, kritisierte jedoch 2012, die Eulex-Mission schicke aus dem Kosovo nur geschönte Berichte, Kosovo sei fest im Griff der Organisierten Kriminalität, die sich hinter einer undurchdringlichen Mauer des Schweigens verstecke. Die Kultur sei weiterhin von Clanstrukturen und der Blutrache bestimmt, Maßnahmen der Einflussnahme auf Polizei und Justiz seien wirkungslos. Man sitze die Anwesenheit der Kommissionen aus.[285] Ich lernte Ibrahim Rugova Ende der 1980er-Jahre kennen, er war Vorsitzender des kosovarischen Schriftstellerverbandes in Belgrad. Die jugoslawische Staatskrise spiegelte sich im jugoslawischen Schriftstellerverband wider, in dem jede Teilrepublik und die autonomen Provinzen vertreten waren. Man stritt, man schrie sich an. Jedem, der sich den serbischen Vorstellungen vom gemeinsamen jugoslawischen Staat nicht beugen wollte, warfen die Serben "sezessionistische Bestrebungen" vor. Die kommunistische Ideologie von "Brüderlichkeit und Einigkeit" wurde durch den widererwachten Nationalismus der jugoslawischen Völker abgelöst. Schnell war die Floskel zu hören: "Alle Serben in einem Staat". Sollte heißen: Wenn Jugoslawien auseinanderfällt, würde Belgrad alle Territorien, wo Serben lebten, Serbien angliedern. Später bezeichnete man das als "großserbische" Ideologie.Mitten in diesem Streit wirkte der Literat Rugova ruhig, fast scheu. Während sich seine Kollegen gegenseitig anbrüllten, sah er mit seinem Schal, den er immer trug, ein wenig weltfremd, nachdenklich aus. Vielleicht ist er schon damals zum Schluss gekommen, dass sich das Kosovo von Serbien loslösen sollte. Dabei liegt Prizren, die von den derzeit noch schneebedeckten Bergen Mazedoniens und Albaniens umgebene Großstadt mit ihren Moscheen, Cafés und Restaurants nur ganze 15 Kilometer von ihrem Dorf entfernt.Die Unruhen und ihre Unterdrückung trugen wesentlich zu einer Polarisierung der Volksgruppen der Albaner und Serben im Kosovo bei[28][31] und führten zu einer landesweiten Verstärkung der Nationalismen in Jugoslawien.[27] Das jugoslawische Staatspräsidium kritisierte die aufkommenden nationalistischen Stimmen und verurteilte heftig chauvinistische Anschauungen albanischer und serbischer Schriftsteller, sprach jedoch nur zögerlich die für beide Volksgruppen schlechte wirtschaftliche Situation, die hohe Arbeitslosigkeit und das gespannte gesellschaftliche Klima als Konfliktfelder an. Dagegen sah die politische Führung auch eine verfehlte Bildungspolitik, die Verwendung von Lehrbüchern und die Beschäftigung von Pädagogen aus Albanien als verantwortlich für die Lage an und kritisierte die Ineffizienz des Polizeiapparates, der nicht fähig gewesen sei, die Aufstände schon im frühen Stadium zu beenden.[31] Angehörige der serbischen Minderheit zogen in der Folge verstärkt in das serbische Kernland. Der Konflikt schwelte jedoch weiter.[37][38]

Seit knapp zehn Jahren ragt wieder der neue Avala, der 204 Meter hohe Fernsehturm in den Himmel über Belgrad – bis zum 29. April 1999 stand hier die alte, schlanke Stahlbetonkonstruktion, bevor sie durch einen Bombenangriff der NATO-Verbände zerstört wurde. Heute nutzen Wochenend-Ausflügler die Gelegenheit, um mit dem Fahrstuhl hoch auf die Aussichtshöhe zu fahren und den weiten Blick auf die nahegelegene Hauptstadt zu werfen.Am 22. März 1999 wurden die OSZE-Beobachter wegen erwarteter NATO-Angriffe aus dem Kosovo abgezogen. "Heute ist ein trauriger Jahrestag, elf Jahre seit der Unabhängigkeitserklärung des sogenannten Kosovo. Wir alle, die sich heute hier versammelt haben, sind gekommen, um gegen diesen Akt zu protestieren. Für das serbische Volk und den serbischen Staat wird Kosovo und Metohija immer Bestandteil Serbiens sein. Das ist unsere Grundbotschaft." Boden Gutscheine & Rabatte Raus aus dem Kosovo - Wer sichert Frieden nach EU und NATO?(Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 31.05.2018)

Kosovo - Der lange Schatten des Krieges - Politik - SZ

US-Präsident Trump hat am Wochenende die Afghanistan-Friedensgespräche mit den Taliban überraschend abgebrochen. Als Grund nannte er einen Anschlag, bei dem auch ein US-Soldat getötet wurde. Geplatzt sind laut Trump damit auch ein für den gestrigen Sonntag geplantes Geheimtreffen mit den Taliban sowie dem afghanischen Präsidenten. Kommentatoren versuchen, die neue Lage zu bewerten. Farfetch Gutscheine & Rabatte Eine Demarche der obersten Befehlshaber in Washington ging zudem an Clark, der nach dem Krieg wegen seiner Eigenwilligkeit und seiner auch auf privaten Motiven basierenden Entscheidung zum Krieg in Bosnien und Kosovo im Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten schnell in Ungnade fiel und trotz seines militärischen Erfolges als NATO-Oberkommandierender Südost zwei Jahre früher als geplant von seinem Posten abberufen wurde. Die NATO-Truppen interpretierten die russische Einheit als Vorhut größerer Kontingente, was zu Spannungen zwischen beiden Parteien führte, da die NATO-Verbände den Flughafen Slatina bei Pristina hermetisch abriegelten und zu verstehen gaben, dass die russischen Truppen völlig isoliert sind. In Verhandlungen billigte die NATO Russland die Teilnahme an der KFOR in vier von fünf Sektoren schließlich zu, verweigerte ihnen jedoch einen eigenen Sektor.[185] Unterdessen beschlossen die Vereinten Nationen am 31. März 1998 in der Resolution 1160 des UN-Sicherheitsrates[63] ein Embargo gegen Jugoslawien, um die jugoslawische Staatsführung zum Einlenken oder zumindest zu Gesprächen zu zwingen. Darüber hinaus verlangte der Weltsicherheitsrat in genannter Resolution unter anderem von Jugoslawien, dass „die Einheiten der Sonderpolizei abgezogen“ werden müssen und das „Vorgehen gegenüber der Zivilbevölkerung“ einzustellen ist. Die Europäische Union verhängte entsprechend Sanktionen.

Die Regierungen in Belgrad und Pristina haben das gleiche Ziel

Heute ernährt die landwirtschaftliche Initiative von Fahrije Hoti 200 Familien in der Umgebung. Ihr Sohn studiert inzwischen Ernährungswissenschaften und ihre Tochter arbeitet, zusammen mit den übrigen Frauen, in der inzwischen erfolgreichen Bäuerinnen-Kooperative. Wenn sie heute auf den Folgen der NATO-Operation auf ihr eigenes Leben zurückblickt – was ist das Wichtigste für sie? Abschließend gibt die Kosovo-Albanerin zurück:Während zu Anfang der NATO-Luft-Kampagne die Luftverteidigung sowie die Kommando-, Kontroll- und Kommunikationszentren der VJ vorrangig Ziel der Luftschläge waren,[121] änderte die NATO auch durch den politischen Druck innerhalb des gespannten Bündnisses, ein schnelles Ende herbeizuführen, die Taktik und griff auch Ziele innerhalb der Zentren der Großstädte an, obwohl es den Flugzeugen nicht gelungen war, die serbischen Kommando- und Kontrollzentren auszuschalten, und die Luftverteidigung bis Ende des Krieges aktiv blieb. Dies zwang die Bomber der NATO zum paradoxen Vorgehen, nicht unter 5000 Meter zu operieren und damit einen Großteil der Präzision der eingesetzten Waffensysteme einzubüßen.[122] Ein besonderes Problem stellte zudem das notorisch schlechte Wetter im Frühjahr dar, was den Erfolg vieler Missionen verhinderte.[123] Die VJ setzte zur Täuschung der NATO zudem Attrappen von Artilleriegeschützen und Panzern ein und hatte aus Holz „Potemkinsche Brücken“ errichtet, um die echten Übergänge zu verschleiern. Insgesamt kehrten nach Angaben des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) nach dem Ende des Krieges fast 825.000 Flüchtlinge in den Kosovo zurück.[18] 1999 im Kosovo: US-Soldaten sperren ein Gelände, auf der Suche nach Spuren von Kriegsverbrechen. (dpa / ANSA Ferraro)"Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass Serbien – damals Bundesrepublik Jugoslawien – und vor allem Präsident Slobodan Milosevic für seine Rolle gelobt wurde, die er in Dayton und bei der Vorbereitung von Dayton."

Video: Wie es zum Krieg im Kosovo kam MDR

Kosovo-Krieg und die Folgen - Die Region blutet langsam

Im Februar 1989 stimmte das serbische Parlament Zusatzbestimmungen für die serbische Verfassung zu, welche die Autonomie des Kosovo schrittweise einschränkten. Dagegen kam es zu heftigen Protesten, unter anderem zu einem Hungerstreik von Bergarbeitern in Trepča gefolgt von einem Generalstreik und Solidaritätskundgebungen mit den streikenden Bergarbeitern.[45] Als Folge der Proteste wurde am 1. März 1989 der Ausnahmezustand über die Provinz Kosovo verhängt und es wurden Truppen entsendet.[45][46] In diesem Umfeld stimmte das Parlament der Provinz Kosovo am 23. März der faktischen Auflösung der Autonomie der Provinz zu,[45][47] worauf bürgerkriegsartige Unruhen folgten, die blutig niedergeschlagen wurden,[47] wobei laut Amnesty International 140 Menschen getötet worden sein sollen.[44] Nach Schließung der Universität Priština und der Schließung albanischer Vereine emigrierten Tausende von Kosovo-Albanern wegen ihrer gesellschaftlichen Diskriminierung.[48] Delić entschied, Positionen unterhalb des Gipfels zu verteidigen. Aus der Präsenz der UÇK auf dem Gipfel war zudem eine Bombardierung benachbarter Positionen der VJ durch strategische Bomber unmöglich, ohne die Verbündeten selbst zu treffen. Die Position der UÇK auf dem ausgesetzten Gipfel bildete außerdem ein leichtes Ziel für die Artillerie der VJ. Der Gipfel war dadurch bald mit Leichen übersät, Verwesungsgeruch machte den Aufenthalt in Nähe des Gipfels bald unmöglich, und die VJ bezog weiter entfernte Stellungen.[148] Wie erbittert der Widerstand der VJ am Paštrik war, ist durch die emblematisch gewordene Parole von Božidar Delić zum Ausdruck gekommen, der beim heftigsten Infanterieangriff am 31. einem Kommandanten das Zurücknehmen der vordersten Stellungen mit der Antwort untersagte: Es gibt kein Zurückweichen, dahinter ist Serbien. Diese Parole verbreitete sich zu allen beteiligten Truppen der VJ am Paštrik und bildete bis heute den allgemeinen Ausdruck der Schlacht im öffentlichen Bewusstsein der Serben.[149][150] Der Präsident tourt durch die USA und spricht davon, wie viele Leben er in der Pandemie schon gerettet haben will. Worum es ihm dabei geht, ist vor allem seine Wiederwahl."Auf jeden Fall war die Bombardierung völlig unnötig, besonders wenn man ihre Begründung berücksichtigt. Sie wissen selbst, dass diese ganze Kampagne keine Genehmigung der Vereinten Nationen hatte. Es ist bedauernswert, dass die 19 mächtigsten NATO-Länder ein kleines Serbien angreifen und hoch vom Himmel aus bombardieren, wo sie sie weder sehen noch hören können und nichts haben, womit sie sich verteidigen können."

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Am 21. Juni erklärte NATO-Generalsekretär Javier Solana die NATO-Luftangriffe für beendet, und am 24. Juni beschloss das serbische Parlament die Aufhebung des Kriegszustandes. Super Angebote für Nach Dem Krieg hier im Preisvergleich. Nach Dem Krieg zum kleinen Preis hier bestellen Die NATO bombardierte in der ersten Kriegsnacht mehrere serbische Chemie- und Petrochemiewerke im Chemie-Großkombinat Pancevo, einem Vorort von Belgrad. Große Mengen an giftigen und krebserregenden Stoffen traten dabei in Wasser und Luft aus. Die Schwaden aus den brennenden Fabriken hüllten Pancevo in eine Giftwolke. Sie bestand aus einer ätzenden und giftigen Mischung von Chlorwasserstoff, Vinylchlorid, Schwefeldioxid und Phosgen, das vor allem für seinen Einsatz als Lungenkampfstoff im Ersten Weltkrieg bekannt ist (siehe auch Grünkreuz). Ärzte sollen schwangeren Frauen zur Abtreibung und für zwei Jahre zur Vermeidung von Schwangerschaften geraten haben, weil sie Fehlbildungen bei Kindern befürchteten. Während der Bombennächte waren die Giftkonzentrationen teilweise derart hoch, dass Ursula Stephan (damalige Vorsitzende der Störfallkommission der Bundesregierung[124]) von „chemischer Kriegführung mit konventionellen Waffen“ sprach.[125][126]

Zuvor war es erstmals zu bewaffneten Angriffen auf serbische Polizisten im Kosovo gekommen. Man hörte von einer Organisation, die sich "Kosovo-Befreiungsarmee" (UCK) nannte. Ihre Mitglieder töteten serbische Polizisten und flüchteten in die Wälder. Es waren klassische "hit and run" Aktionen. Die USA setzten die UCK zunächst auf die Liste internationaler terroristischer Organisationen. Als Erinnerung an die Bombennächte entstanden in vielen Gemeinden in Serbien Erinnerungsstätten für die zivilen und militärischen Opfer.[219] Der Journalist und Blogger Neil Clark interpretierte die Bombardierungen Jugoslawiens aus der Perspektive der wirtschaftlichen Interessen Großbritanniens und der westlichen Welt. In Jugoslawien hatten sich noch 75 % der Industrie im Staatsbesitz befunden, Privatisierungen konnten seit 1997 nur unter Entschädigung der Arbeiter für den Verlust ihres Anteils am Firmenkapital durchgeführt werden. Bei den Bombardierungen hätten staatliche Firmen im Vordergrund gestanden, weit vor militärischen Anlagen. Lediglich 14 Panzer – aber 372 Industrieanlagen – seien getroffen worden, einschließlich der Automobilfabrik in Zastava, jedoch keine ausländische oder private Firma. Nach der Beseitigung von Slobodan Milošević sei das Privatisierungsgesetz aufgehoben und die finanzpolitische Unabhängigkeit beendet worden.[280]

Kosovokrieg - Wikipedi

Man habe sich mehr Stabilität in der Region versprochen, indem man den Kosovo von Serbien trennte und Kosovo zu einem international anerkannten Staat erhoben hat. "Diese Hoffnung ist nicht aufgegangen. Kosovo ist nicht isoliert in der Region. In Kosovo leben vor allem Albaner, aber sie leben auch in Albanien selbst, in Teilen Serbiens, in West-Mazedonien und in Montenegro. Albaner sind in der Region in fünf Staaten verstreut. Wenn wir zwei albanische Staaten nebeneinander haben: Albanien selbst und Kosovo – warum sollten diese Staaten nicht irgendwann zusammengehen?" Das werde in Zukunft die größte Herausforderung für die Stabiliät in der Region sein.Als am Abend des 24. März 1999 die lange immer wieder hinausgezögerte NATO-Operation "Allied Force" für 78 Tage einsetzte, schlugen in Mitrovica, im Norden des Kosovo, unmittelbar darauf Granaten der jugoslawischen Streitkräfte ein – in den südlichen Stadtvierteln, die  ganz überwiegend  von albanischen Kosovaren bewohnt wurden.Je länger der 24. März 1999 zurückliegt, desto stärker scheint sich bei den streng nationalistischen Demonstranten der Phantomschmerz auszubreiten, über den Verlust des Kosovo, das der ganz überwiegenden Anzahl von Serben als Wiege der Nation gilt. Die zahlreichen orthodoxen Klöster und Heiligtümer der serbisch-orthodoxen Kirche im Kosovo sowie die völkerrechtliche Zugehörigkeit der damaligen Provinz zur Bundesrepublik Jugoslawien bestimmen bis heute die politisch-emotionale Bindung Serbiens an Kosovo. Der heute 82-jährige Ex-Außenminister Zivadin Jovanovic - während und nach dem Kosovo-Krieg Belgrads Chefdiplomat ist davon überzeugt, dass Washington nach dem Daytoner Abkommen zur Beendigung des Kriegs in Bosnien-Herzegowina 1995 das strategische Ziel verfolgt habe, Serbien geopolitisch auf dem Balkan zu schwächen, Montenegro und Kosovo von der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien.

Wie ist das Leben im Kosovo nach dem Krieg? - Quor

Eine einsame Stimme im kosovarischen Parlament

Sex zwischen Homosexuellen bleibt in Singapur verboten. Das entschied das Oberste Gericht Ende März. Trotzem gibt es hier schwule Bars. Homosexualität in Malaysia dagegen bedeutet Hass und Todesdrohungen. Wie hier leben, wie überleben?MehrDer britische Philosoph Alain de Botton sagt, es bringt nichts, jetzt optimistisch in die Zukunft zu schauen. Ein Gespräch über den unnützen Satz "Alles wird gut" und worauf es im Leben wirklich ankommt.

Während des gesamten Konfliktes, vor allem aber 1999, waren Hunderttausende Einwohner des Kosovo auf der Flucht. Es wurden etwa 650 Ortschaften beschädigt oder zerstört, darunter historisch wertvolle Bausubstanz.[11] In Serbien wurden durch die massiven Luftangriffe der NATO neben der gezielten Bombardierung von Regierungsgebäuden, Industrieanlagen, Objekten der Transport-, Telekommunikations- und Energie-Infrastruktur sowie aller militärischen Installationen als Kollateralschäden auch hunderte von anderen Gebäuden zerstört, darunter historisch wertvolle.[12] Nach der Verfassung des vereinten Deutschlands sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar. Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, dass das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.Der türkische Präsident hat Anfang Mai eine Lockerung der Coronamaßnahmen verkündet. Die Infektionszahlen sinken, doch die Wirtschaft ist angeschlagen: Lira, Handel und Tourismus sind am Boden. Eine Gefahr für Recep Tayyip Erdoğan?Mehr

Weshalb der Kosovo-Konflikt bis heute nicht gelöst ist NZ

Kosovo-Krieg vor 20 Jahren - Der Tag, an dem die NATO

  1. Auch landeskundliche Werke nach dem Kosovo-Krieg enthielten Darstellungen einer bereits im Gang befindlichen und die NATO-Angriffe erst auslösenden systematischen Vertreibung der Kosovo-Albaner (Beispiel: „Die systematische Vertreibung der albanischen Bevölkerung aus dem Kosovo durch die serbische Armee mündete 1999 in den Kosovo-Krieg. Dabei sah sich Jugoslawien massiven Luftangriffen der NATO ausgesetzt.“[246])
  2. Auf einer Pressekonferenz am 14. September 1999 zog Wesley Clark eine erste Bilanz des Luftkriegs und gab bekannt, dass die NATO im Kosovo in 78 Tagen 112 Panzer, 179 gepanzerte Fahrzeuge, 376 sonstige Militärfahrzeuge und 435 Artilleriegeschütze der VJ zerstörte.
  3. Die Verhandlungsführung der kosovo-albanischen Seite blieb im Dezember uneinheitlich und unkoordiniert und wurde seitens der internationalen Verhandler als Problem für die Mitte Dezember 1998 festgefahrenen Verhandlungen angesehen. Nachdem die US-amerikanischen Bemühungen, entscheidende Personen der UÇK für die Aufnahme von Verhandlungen zu identifizieren, als gescheitert betrachtet wurden, wählte Wolfgang Petritsch Hashim Thaçi als Ansprechpartner aus, um die UÇK in die Verhandlungen einzubinden.[76]
  4. An dem von NATO-Luftstreitkräften ohne Einsatz von Bodentruppen geführten Luftkrieg (Operation Allied Force) waren anfänglich 430 Flugzeuge beteiligt. Wegen der unvorhergesehen langen Kriegsdauer mussten aber bis Kriegsende insgesamt 1200 Kampfflugzeuge von 14 NATO-Mitgliedstaaten mobilisiert werden.
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Geschichte des Kosovo - Wikipedi

  1. Am 24. August 1998 erklärte der Weltsicherheitsrat seine Sorge über die „heftigen Kämpfe im Kosovo, die verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben“, und forderte eine sofortige Waffenruhe. Er gab der Besorgnis Ausdruck, dass „sich die Situation im Kosovo in Anbetracht der wachsenden Zahl der Vertriebenen und des herannahenden Winters zu einer noch größeren humanitären Katastrophe entwickeln könnte.“[65]
  2. Die tiefverwurzelte Dankbarkeit der Kosovo-Albaner, gleich welchen Lebensalters oder Herkunft, gegenüber der NATO und vor allem den USA basiert auf dem kollektiven Erlebnis, dass sie ohne das militärische Eingreifen der westlichen Allianz  aus dem Kosovo endgültig vertrieben worden wären.
  3. Die NATO führte ihre militärische Intervention ohne UN-Mandat aus, trug jedoch zur Legitimation Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen durch jugoslawische Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung in der mehrheitlich von Albanern besiedelten serbischen Provinz Kosovo vor. Jugoslawien beklagte anderseits sezessionistische Tendenzen bei großen Teilen der albanischen Bevölkerung des Kosovo und berief sich auf das Recht, die seit 1997 mit Guerilla-Methoden operierende UÇK zu bekämpfen.
  4. Die VJ hatte bei den Gefechten ihre schwersten Verluste des Krieges zu beklagen,[108] erlaubte der UÇK aber durch eine fortlaufende Verstärkung, mehrere Gegenoffensiven und schwerste Abwehrgefechte nicht, tiefer über die Grenzlinie in den Kosovo einzudringen. Da die Bergregion nicht mit schwerem Gerät erreichbar war, wurden die Kämpfe überwiegend von der Infanterie geführt. Ein Versuch der VJ, mit Panzern in den dichten Bergwäldern zu operieren, sollte vor allem demoralisierende Wirkung haben, blieb aber militärisch weitgehend wirkungslos.
  5. Während der 78 Tage des Luftkrieges wurden 75 % der halbmobilen S-125 und S-75 Flugabwehrraketensysteme der Vojska Jugoslavije (VJ) zerstört.[111] Weiter wurden 40 von 52 Führungs- und Kommunikationseinrichtungen der Vojska Jugoslavije entweder zerstört oder schwer beschädigt.[111] Somit hatte die Luftverteidigung der VJ als vernetzte Luftverteidigung aufgehört zu existieren und die einzelnen Luftverteidigungs-Batterien verfügten über keine Frühwarnung mehr und mussten autonom agieren. Von den mobilen 25 Kub-Batterien wurden bis zum Ende der Kampfhandlungen nur drei ausgeschaltet.[111] Das vorhanden sein von Boden-Luft-Raketen der VJ behinderte die Operationen der NATO, auch wenn die veralteten Raketensysteme aus den 1970er-Jahren keine ernsthafte Bedrohung für die modernen Kampfflugzeuge darstellten.[116] Insgesamt wurden bis zum 2. Juni 1999 266 2K12 Kub sowie 175 S-125 von der PVO der VJ abgefeuert.[111] Letztlich wurde fast ein Drittel aller Missionen der NATO zur Unterdrückung der Luftverteidigung aufgebracht. Von insgesamt 38.000 Angriffsflügen galten 12.200 der PVO.[111]
  6. Die notwendig gewordene Konzentration der VJ an den Grenzübergängen nach Albanien bei den Gefechten gegen die UÇK vereinfachte es für die NATO, die Truppen der Serben zu treffen. Gefechtsanalysen ergaben, dass die VJ sechzig Prozent ihrer Verluste im Kosovo in den letzten zwei Wochen hinnehmen musste.

Kosovo: Die Krise nach dem Krieg - DER SPIEGE

Bereits Anfang der 1990er-Jahre waren die Fronten zwischen den Kosovo-Albanern und Serben so stark verhärtet, dass eine friedliche Lösung nicht mehr in Sicht war. Der Konflikt der "niedrigen Intensität" stand jedoch lange im Schatten des Krieges in Kroatien und Bosnien. Für den Westen war er ein Nebenschauplatz der jugoslawischen Krise. Nach dem Motto: Keine Toten, keine Eile. 1877 wurde das Vilâyet Kosovo als Provinz (Verwaltungseinheit) des Osmanischen Reiches gegründet. Es umfasste ein größeres Territorium als das heutige Gebiet, unter anderem große Teile des heutigen Nordmazedoniens. 1878 wurden Serbien und Montenegro auf dem Berliner Kongress unabhängig, Kosovo und Albanien dagegen blieben im Osmanischen Reich. 1910 brach im Kosovo ein bewaffneter Aufstand von Albanern gegen die osmanische Herrschaft aus, der sich im Laufe der folgenden Jahre in das Gebiet des heutigen Albaniens ausdehnte. Während der beiden Balkankriege (1912/1913) annektierte Serbien den Kosovo, Albanien wurde unabhängig.[19] Nach einer kurzen Unterbrechung unter Hoheit der österreichisch-ungarischen Armee während des Ersten Weltkriegs blieb das Gebiet unter serbischer Kontrolle, zuerst als Teil des Königreichs Serbien, danach im Königreich Jugoslawien. Der deutsche Überfall auf Jugoslawien im April 1941 führte zum Zusammenbruch des jugoslawischen Staates. Kosovo und Teile Mazedoniens wurden mit dem bereits unter der Herrschaft des faschistischen Italien stehenden Albanien vereinigt. Berichten zufolge wurden am 27. August von Angehörigen der UÇK 22 Zivilisten im Dorf Klecka hingerichtet. Für den 9. September wurde berichtet, dass die Leichen von 34 Menschen, sowohl Serben als auch Albaner, in einem See nahe dem Dorf Glodjane gefunden wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden sie von UÇK-Kräften getötet.[7] Gewiefte Panikmacher flüstern Anlegern immer wieder ein, nur mit diesem Edelmetall könnten sie ihr Vermögen vor dem Ernstfall schützen. Doch kurzfristig auf Gold zu setzen, ist reine Spekulation.

Kosovo-Konflikt: 20 Jahre Schwebezustand - ZDFheut

Formal begann der Krieg im Kosovo am 28. Februar 1998. Eine serbische Patrouille wurde in der Nähe des kosovarischen Dorfes Likoshan angegriffen. Es folgte eine Vergeltungsaktion der serbischen Polizei, bei der laut Amnesty International zehn Jungen und Männer einer Familie im Alter von 16 bis fünfzig Jahren ermordet wurden. Sie hatten nichts mit der UCK zu tun.Am 3. März wurden bei Likoshan insgesamt 24 Leichen begraben, auch zivile Opfer aus dem benachbarten Dorf Cirez. Eingewickelt in rötlich-weiße Tücher waren sie zuvor auf einer Wiese ausgestellt. Trotz Versammlungsverbot kamen Tausende Albaner zum Begräbnis. Es war mehr eine Kampf- als eine Trauerstimmung zu spüren. Es war die Wende im Kosovo-Konflikt. Am 9. Juni einigten sich die NATO und Jugoslawien bei Militärverhandlungen in Kumanovo auf einen Abzug der serbischen Truppen aus dem Kosovo und die Stationierung einer NATO-geführten Friedenstruppe (KFOR) unter UN-Mandat.[179] Die NATO beendete daraufhin das Bombardement. Ein großer Teil der serbischen Bevölkerung verließ den Kosovo aus Angst vor Racheakten von albanischer Seite. Kosovo ist noch immer ein unfertiger Staat: Die Institutionen nehmen wichtige Aufgaben nicht wahr, und öffentliche Güter wie Bildung oder Gesundheitsversorgung werden nur mangelhaft zur Verfügung gestellt. Zudem ist das Land politisch tief gespalten und blockiert, was den Normalisierungsprozess mit Serbien weiter erschwert. Im Video erfahren Sie, wo der Konflikt um Kosovo seinen Ursprung hat und weshalb er bis heute nicht bleibend gelöst ist.

1945 wurde Kosovo in der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien (bzw. ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) zur Autonomen Provinz innerhalb der Republik Serbien. Eine vom jugoslawischen Staatschef Josip Broz Tito anvisierte und insbesondere mit Albanien verhandelte Idee einer Balkanföderation, für die Tito eine Vereinigung des Kosovo mit Albanien zugesagt hatte, scheiterte an Josef Stalin. Jugoslawien konnte sich als erstes sozialistisches Land und noch zu Lebzeiten Stalins dem Einfluss der sowjetischen Führung entziehen und erhielt wirtschaftliche Unterstützung aus dem Westen, die zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes beitrug.[20] Die Option, im Kosovo militärisch einzugreifen, verfolgte die NATO seit 1998. Vorbereitend wurden schon im Juni 1998 militärische Luftübungen über Albanien und Mazedonien abgehalten und Einheiten der Marines zu Übungen nach Albanien gebracht.[86] Die Planungen für die Luftangriffe waren im September 1998 unter den NATO-Mitgliedern abgeschlossen.[87] Am 13. Oktober 1998 autorisierte der Nordatlantikrat NATO-Generalsekretär Javier Solana, den Aktivierungsbefehl für Luftschläge zu geben. Sie waren für ein Scheitern der Gespräche zwischen Milošević und Holbrooke vorgesehen. Die schon in der Luft auf den Angriffsbefehl wartenden B-52-Bomber der US-Air Force wurden noch am 13. Oktober 1998 in letzter Sekunde zurückbeordert.[88] Auch die Bundeswehr beteiligte sich vom ersten Tag an an den Luftschlägen. Für sie stellte der Kosovokrieg den ersten Kampfeinsatz seit der Gründung 1955 dar. Die deutsche Luftwaffe beteiligte sich mit 14 Aufklärungs- und Elektronischen Kampfaufklärungsflugzeugen vom Typ Tornado ECR (10 Stück) und Tornado Recce (4 Stück) des Einsatzgeschwaders 1 von den italienischen Luftwaffenstützpunkten Piacenza und Aviano. Die ECR-Tornados flogen 428 SEAD-Einsätze. Unter anderem wurden über 200 Raketen des Typs AGM-88 HARM gegen feindliche Radarstellungen eingesetzt. Die Luftwaffe hatte dabei keine eigenen Verluste hinzunehmen. Vermutlich durch Beschuss feindlicher Flak gingen allerdings einige zu Aufklärungszwecken eingesetzte Drohnen des Typs CL 289 verloren. In der Adria wurde die Fregatte „Rheinland-Pfalz (F 209)“ stationiert und später durch den Zerstörer „Lütjens (D 185)“ abgelöst. Der gesamte gewaltsame Konflikt um den Kosovo begann schon früher und lässt sich in zwei Phasen einteilen. Es handelte sich um eine bewaffnete innerstaatliche Auseinandersetzung zwischen der UÇK („Befreiungsarmee des Kosovo“), einer albanischen paramilitärischen Organisation, welche für die Unabhängigkeit des Kosovo kämpfte, der serbisch-jugoslawischen Armee und den serbischen Ordnungskräften der Bundesrepublik Jugoslawien.[7] Die ZEIT bilanzierte 2009, dass Serbien trotz des anhaltenden Luftkriegs letztlich nur deshalb nachgegeben habe, weil es der Koalition gelungen war, Russland davon zu überzeugen, Serbien die Unterstützung zu entziehen. Das Ziel eines multiethnischen Kosovo sei nicht erreicht worden.[239]

Zwei große "albanische" Staaten als Risikofaktor für Region

Parallel zu der lange noch relativ stabil erscheinenden Lage im Kosovo fanden während des Zerfalls Jugoslawiens der kurze Slowenienkrieg sowie die mehrjährigen Kriege in Kroatien und in Bosnien-Herzegowina statt, die von umfangreichen ethnischen Säuberungen und Kriegsverbrechen wie dem Massaker von Srebrenica begleitet wurden. Für Bewegung sorgt allein ein Vorschlag, der die bisherige Balkan-Politik des Westens auf den Kopf stellen würde. Es geht um einen Gebietstausch, vorsichtiger formuliert eine Grenzkorrektur. Dabei könnten der serbisch besiedelte Norden Kosovos der Republik Serbien zugeschlagen werden und im Gegenzug von Albanern bewohnte Gebiete in Südserbien an Kosovo fallen. Sowohl der serbische Präsident Aleksandar Vučić als auch Kosovo-Präsident Hashim Thaçi haben verklausuliert Signale in Richtung einer solchen Lösung gegeben. Doch in beiden Ländern gibt es heftigen Widerstand.Auch 20 Jahre nach dem Beginn des NATO-Einsatzes in der Region gebe es kaum eine Chance auf ein harmonisches Zusammenleben von Albanern und Serben im Kosovo, sagte Dušan Reljić im Dlf. Es gebe zwei große Ergebnisse des Krieges, sagte der Südosteuropa-Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin: "Serbien wurde geteilt und hat die Provinz Kosovo unwiderruflich verloren. Etwa 200.000 Serben, Roma und andere, die geflüchtet sind oder vertrieben wurden, sind nicht zurückgekehrt. Die andere Feststellung ist, dass das albanisch dominierte Kosovo es seitdem nicht geschafft hat, ein voll anerkanntes Mitglied der internationalem Gemeinschaft zu werden."Die meisten Kosovoalbaner boykottierten die Wahlen zum serbischen Parlament im September und Oktober 1997; es kam zu schweren Zusammenstößen mit der serbischen Polizei im Kosovo. Bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen der „Republik Kosova“ 1998 wurde Rugova als Präsident zwar bestätigt. Ihr friedlicher Widerstand im Kosovo erschien für die betroffenen Kosovaren im Gegensatz zum Kampf der Bosnier und der Kroaten gegen das militärisch überlegene Jugoslawien, bzw. gegen von diesem unterstützte regionalserbische Kriegsparteien, in den der Westen nach langem Zögern schließlich doch eingegriffen hatte, hingegen zunehmend erfolglos. Bosniaken und Kroaten waren im Dayton-Vertrag Gebiete und staatliche Unabhängigkeit auch von Jugoslawien zugesprochen worden, während sich im Kosovo wenig änderte. Am 29. April 1999 reichte Jugoslawien beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag Klage gegen zehn NATO-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, die Niederlande, Portugal, Spanien und die USA) ein. Nicht beklagt wurden Dänemark, Griechenland, Island, Luxemburg, Norwegen, Polen, Tschechien, Türkei und Ungarn. Die Anklagepunkte der zehn Einzelverfahren beziehen sich in erster Linie auf Verstöße gegen völkerrechtliche Grundsätze wie das Gewaltverbot, Völkermord, das Interventionsverbot sowie die Missachtung des Souveränitätsprinzips. Da Jugoslawien während des Krieges kein Mitglied der UN war, wurde das Verfahren jedoch ohne Entscheidung in der Sache wegen Nichtzuständigkeit des Gerichtes wieder eingestellt.

Der Kosovo-Konflikt: Weshalb er bis heute nicht gelöst ist

Aktuelle Nachrichten, Bilder und Informationen zum Thema Kosovo auf Stuttgarter Nachrichte Kosovo erklärte sich am 17. Februar 2008 für unabhängig. Etwas mehr als die Hälfte der UN-Staaten erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo an.[281] Nach Darstellung der TAZ vom 21. August 2000 war ein „ethnifiziertes, quasi-koloniales Protektorat“ entstanden, nahezu 350 000 Menschen, darunter Roma seien vertrieben worden, die Diskriminierung von Nichtalbanern sei systematisch.[282][283] Der Guardian konstatierte, die Verfolgung von Minderheiten sei „so bösartig und heimtückisch wie zuvor die Taten der Schergen von Milosevic“.[282][283] Kosovo-Konflikt und Kosovo-Krieg ab 1997 → Hauptartikel : Kosovokrieg Etwa ab November 1997 gingen die Auseinandersetzungen in der serbischen Autonomen Provinz Kosovo in eine bewaffnete innerstaatliche Auseinandersetzung über, in der die albanische Rebellenorganisation UÇK sich nach den taktischen Prinzipien eines Bürgerkriegs ausrichtete, und in welche die NATO ab dem 24 In der kritischen Nachbearbeitung der Balkanpolitik der Bush- und der Clinton-Administration nimmt der Kosovokrieg neben dem Bosnienkrieg eine wesentliche Rolle ein. Die Auseinandersetzung ist dabei nach wie vor nicht beendet. Kritiker verweisen auf den dramatischen ökonomischen und gesellschaftlichen Verfall des Westbalkans in der Interventionsperiode[275] oder werfen den Politikern und Medienvertretern vor, vor allem kurzsichtige, egoistische Interessen verfolgt zu haben. Timothy Garton Ash sprach von einer „Man-muss-was-unternehmen-Brigade“ („something-must-be-done brigade“), die die Unruhen auf dem Balkan so lange für ihre Zwecke missbraucht habe, bis ein neuer regionaler Unruheherd in den Fokus rückte.[276] In dieser Phase löste ein Vorstoß von Zoran Đinđić, dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei Serbiens (DS), zur Kantonisierung des Kosovo Diskussionen aus, der am 16. Dezember 1998 dem EU-Sondergesandten Petritsch vorgestellt wurde. Grundlage war ein von Dušan Bataković konzipierter und mit Kosta Čavoški und Milomir Stepić für das Belgrader Institut für Geopolitische Studien ausgearbeiteter Lösungsansatz einer nachhaltigen Gliederung der Provinz anstelle einer Teilung. Sämtliche serbisch besiedelten Gebiete sollten auf Basis der mit der Volkszählung von 1981 ermittelten ethnischen Zusammensetzung und Verteilung der Bevölkerung im Kosovo in fünf Kantonen zusammengefasst werden, ergänzt durch einige kleinere Exklaven. Für die größeren Städte war eine Verwaltung als multiethnische Einheiten vorgesehen.[77][78]

Kosovo - aktuelle Themen & Nachrichten - SZ

  1. Die serbische Regierung beklagte sezessionistische Tendenzen bei großen Teilen der albanischen Bevölkerung des Kosovo und berief sich auf das Recht, auf dem Staatsgebiet Serbiens die seit 1997 mit Guerilla-Methoden agierende UÇK zu bekämpfen.
  2. ente Rolle, deren Inhalt darauf abzielte, nachzuweisen, die Begründung, mit den NATO-Luftschlägen „eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern“ zu wollen (Gerhard Schröder, 24. März 1999), beruhe auf Lügen und Manipulationen mit der Absicht zur bewussten Täuschung.[257] Dieser Bericht wurde wiederum von der FAZ[258] und dem Magazin Der Spiegel[259] massiv wegen selektiver Wiedergabe von Zeugenaussagen und „unsauberer“ Recherchemethoden kritisiert. Dieser Kritik schlossen sich Rupert Neudeck und Norbert Blüm an, die beide den WDR-Film durch eigene Recherche überprüften.[260][261] Der WDR-Redakteur Mathias Werth, Mitautor der Dokumentation, erwiderte in einem Interview der „Stattzeitung für Südbaden“ auf die Kritik: „Sie sahen die Arbeit ihrer Korrespondenten vor Ort durch diesen Film diskreditiert. Dafür habe ich Verständnis, denn in dem Film mag mancher eine Kritik daran erkennen, wie über diesen Krieg berichtet worden ist. […] Die Frage ist, was bleibt am Ende an sachlichen Vorwürfen gegen den Film stehen. Und da ist bis heute kein einziger Vorwurf stehen geblieben.“[262] Der WDR blieb bei seiner Darstellung.
  3. isterium erneut bombardiert. Dabei trafen vier GPS-gesteuerte Bomben eines B2-Bombers die Botschaft Chinas in Neu-Belgrad. Vier Botschaftsangehörige wurden getötet und vier schwer verletzt, was zu einer schweren Krise im Verhältnis der USA und China führte. Das Hotel „Jugoslavija“ wurde beschädigt, ein Gast starb. Beim abermaligen Angriff mit Graphitbomben auf das Wärmekraftwerk in Obrenovac und mehrere Umschaltstationen wurde das Stromversorgungssystem beschädigt und die ganze Stadt blieb ohne Strom.[111]
  4. In den Jahren 1996 und 1997 nahmen bewaffnete Angriffe auf Einrichtungen der Staatsautorität in der serbischen Provinz Kosovo, die militanten Albanern zugerechnet wurden, deutlich zu.[53] 1996 übernahm die von der Schweiz aus geleitete UÇK die Verantwortung für Anschläge, die zu dieser Zeit von der Mehrheit der Albaner für Provokationen der serbischen Verwaltung gehalten wurden. Die Untergrundorganisation UÇK unterhielt dabei schon früh Verbindungen zu „westlichen“ Regierungen und betätigte sich auch im Rahmen sogenannter „Menschenrechtsorganisationen“. So war der führende UÇK-Vertreter Shaban Shala, der 1996 zusammen mit einem weiteren hohen UÇK-Vertreter, Azem Syla, zu einem Treffen mit britischen, US-amerikanischen und Schweizer Geheimdienstleuten nach Albanien reiste, zudem ein führendes Mitglied des „Council for the Defence of Human Rights and Freedom“. Im Kosovo stützte sich die UÇK offenbar auf eine lose Verbindung lokaler Einheiten, vorwiegend in der Drenica-Region und in der Region Đakovica.[54]
  5. 20 Jahre sind seit dem Kosovokrieg vergangen, seit 10 Jahren ist das Land unabhängig. Doch der Konflikt zwischen Kosovo und Serbien ist noch immer nicht gelö..
  6. dest weiß, wo ich meine Mutter begraben habe."
  7. Es dauerte viele Jahre, bis die wichtigsten Infrastrukturbauwerke in Serbien wieder aufgebaut waren. Mitunter wurde nur das Notwendigste wiederaufgebaut, da die Schäden so substanziell waren, dass nur noch ein vollständiger Abriss und Neubau in Frage kam, wie etwa bei vielen zerstörten Brücken. Der Belgrader Fernsehturm ging erst wieder 2010 in Betrieb. Ruinen und bauliche Reste von Brücken, Bürogebäuden und Fabriken sind bis heute noch im ganzen Land präsent.

25 Jahre Bosnienkrieg: Wie geht's den Staaten auf dem

Kleiner Raum - große Probleme   

Vorheriger Gutschein Nächster Gutschein Gutschein 10% OTTO Gutschein Seine Mutter habe sich zum Zeitpunkt des Granateinschlags im Korridor des Hauses aufgehalten. Ein Granatsplitter durchtrennte ihre Halsschlagader, hilflos und entsetzt musste der heute 55-Jährige mitansehen, wie seine Mutter vor seinen Augen starb. Als ehemaliger Artillerie-Soldat der jugoslawischen Armee wusste er, aus welcher Richtung die Granaten abgefeuert wurden – zehn Geschosse landeten unmittelbar nach Beginn der NATO-Operation im Umkreis von 100 Metern in seinem Stadtviertel:

Zehn Jahre nach dem Krieg: Wiederaufbau im Kosovo (Archiv

  1. "Am 26. März um fünf Uhr morgens umzingelten serbische Paramilitärs unsere Häuser. Die Männer wurden von den Frauen getrennt. Sie durchsuchten uns. Es waren ungefähr 65 unserer Männer und sie mussten an der Hauswand stehen. Uns Frauen nahmen sie das ganze Gold und den Schmuck. Es dauerte drei bis vier Stunden. Danach wurden wir in der Moschee des Dorfes bis 14 Uhr eingesperrt."   
  2. Petrović lebt in Gračanica, einer serbischen Enklave rund zehn Kilometer von Pristina entfernt. Hier sind die Schilder auf Kyrillisch, die Straßen sind nach serbischen Helden benannt, und aus dem Geldautomaten kommen serbische Dinar statt Euro, mit denen sonst in Kosovo bezahlt wird. Im Zentrum von Gračanica steht ein orthodoxes Kloster, 14. Jahrhundert, mit fünf Kuppeln. Im Innern gibt es beeindruckende Fresken, seit 2006 zählt das Kloster zum Unesco-Kulturerbe, doch dort steht es auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes. Rund ums Kloster herrscht eine bedrückende Stimmung. "Bei einer Abtrennung des serbischen Nordens werden wir unsere Minderheitenrechte verlieren", glaubt Petrović, "dann müssen wir hier um unsere Sicherheit fürchten."
  3. Schwere Artilleriegefechte, die über die Grenze von Albanien und Kosovo geführt wurden, begleiteten die Kämpfe am Paštrik.[159] Nachdem sich die Situation für die VJ am 28. Mai stabilisiert hatte, begann die NATO ab dem 30. Mai mit Teppichbombardements, die insbesondere den beiden albanischen Dörfern Planeja und Šeh mahala unmittelbar unterhalb des Grenzpostens Gorožup galten. Die Bombenabwürfe der schweren strategischen Bomber B-52 und B-1 bildeten auch ein Signal an die Soldaten der UÇK, die zum 31. Mai ihren Hauptvorstoß gegen die Grenzlinie starteten. Nach schwerem Sperrfeuer der Oganj-Mehrfachraktenwerfer und Feldartillerie der VJ auf albanisches Territorium wurde der Vorstoß noch am Nachmittag des 31. Mai völlig gestoppt. Die UÇK-Offensive stand nach heftigen Verlusten vor dem Scheitern, die VJ hatte inzwischen alle Keile, die über die Grenzlinie reichten, beseitigt und die Kampfstellung auf die Ausgangssituation vom 26. Mai 1999 wiederhergestellt. Somit wandte sich die UÇK im Weiteren direkt an die NATO mit der Bitte um weitere Luftunterstützung.[160]
  4. Nicht nur deshalb verbindet ihn auch heute, mit 25 Jahren, noch viel mit Deutschland, wie er erzählt: Ich war acht Jahre alt, als meine Eltern sagten: Wir müssen hier weg. Mein kleiner Bruder war erst sechs. 1998 war das, und der Konflikt zwischen der serbischen Militärpolizei und der UCK, der Kosovo-Befreiungsarmee, war schon zu so etwas wie einem Bürgerkrieg geworden
  5. iert waren, … die gewählte Methode des Luftkriegs mehr Leid erzeugte als verhinderte, … in der Vorbereitung humanitäre Güter ‚vergessen‘ worden waren, … die finanzielle Ausstattung der UNO-Einrichtungen deutlich zu niedrig war“. Gritsch sieht einen Hauptfaktor der Medienwirkung darin, dass keine Fakten analysiert, sondern alternativlose Meinungen und Wertungen narrativ verbreitet worden seien, die einem Klischee von Gut und Böse und antiserbischen Ressentiments folgten.[264]

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de Nach dem humanitären Völkerrecht, der Haager Landkriegsordnung, dem Genfer Rotkreuz-Abkommen, der Kulturgutkonvention von 1954 und der UN-Waffenverbotskonvention dürfen zivile Ziele weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien gemacht werden.[176] Amnesty International forderte in einem 65-seitigen Bericht die Untersuchung der Verstöße und die Bestrafung der Verantwortlichen. Amnesty bezog sich unter anderem auf den Angriff auf den serbischen Fernsehsender RTS und auf den Einsatz von Uran-ummantelter Munition. Nach Darstellung von AI habe die NATO auf die mit der pauschalen Behauptung reagiert, die Vorwürfe seien „haltlos“ und „schlecht belegt“. Man habe im Verlauf des Krieges lediglich “einige Fehler” gemacht. Amnesty kritisierte auch die Chefanklägerin del Ponte: „Wer angesichts dieser starken Indizien nicht einmal Ermittlungen gegen die NATO aufnehmen will, wirkt parteiisch.“[128] Der ganze Krieg. um das Kosovo ist von den Amerikanern angezettelt. Nicht umsonst steht dort jetzt die größte Militärbasis außerhalb der USA, namens Bondsteel. Man hat schon in den 80ern im. Das 2010/2011 gewählte Parlament löste sich am 7. Mai 2014 auf; am 8. Juni kam es zu einer vorgezogenen Parlamentswahl. Die langjährige Regierungspartei PDK verlor ihre Parlamentsmehrheit; die übrigen Fraktionen brachten ein halbes Jahr lang keine Koalition zustande. Am 9. Dezember wurde Isa Mustafa Premierminister. Ich sah Rugova viele Jahre später in Pristina wieder – es muss 1994 gewesen sein. In Bosnien tobte der Krieg, ein Drittel des kroatischen Territoriums stand unter serbischer Kontrolle. Seine LDK-Bewegung war inzwischen die tragende politische Kraft im Kosovo. Ihr Ziel: die Loslösung von Serbien. Rugova setzte dabei ausschließlich auf gewaltfreien Widerstand, auf den kompletten Boykott des serbischen Staates.

Kosovo - zehn Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung bp

  1. ister Joschka Fischer und Bundesverteidigungs
  2. Sowohl ein Teil des Museumskomplexes 25. Mai in Belgrad, das aus dem Mausoleum und den Residenzen Titos auf dem Dedinje besteht, als auch die historisch äußerst bedeutende Villa in der Užička 15 (Alexander Acović, 1933), in der der ehemalige Präsident Jugoslawiens wie auch der Wehrmachtskommandierende für Südosteuropa Alexander Löhr im Zweiten Weltkrieg und später auch Slobodan Milošević wohnten, wurden am 23. April 1999 mit mehreren Projektilen ausgebombt.[218]
  3. ister der früheren Bundesrepublik Jugoslawien:
  4. "Vor dem NATO-Angriff gingen zunächst die Sirenen los, und wir wussten, dass die NATO angreifen wird. Was ich nicht verstehen konnte, war, wieso dann die Serben gerade dann in dieser Nacht, eine oder zwei Stunden, eigentlich sofort angegriffen haben. Das war wirklich schrecklich. Und wir konnten das nicht verstehen."

Serbien und Kosovo: 20 Jahre nach den NATO - ARD Wie

  1. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch die Bombardierung Serbiens wird auf 3500 geschätzt; etwa 10.000 Menschen sollen verletzt worden sein.[13]
  2. Indiens hindu-nationalistische Regierung hat den Autonomiestatus für den Bundesstaat Jammu und Kaschmir in der Verfassung aufgehoben. Zudem entsendete sie Tausende zusätzliche Soldaten ins Kaschmirtal und verhängte Ausgangssperren. Die mehrheitlich muslimische Region wird auch von Pakistan beansprucht und immer wieder von Unruhen erschüttert. Dies ruft auch in Europa Sorge hervor.
  3. Auf dem Gräberfeld liegt auch ein Onkel von Adem Ramadani, 43. Unübersehbar thront der Gedenkort über dem 1600-Einwohner-Dorf. Wer Račak hört in Kosovo, der denkt an Leichen - und an Kampfflugzeuge. "Was hier passiert ist, das war der entscheidende Grund für die Nato zum Eingreifen", sagt Ramadani. "Wegen Račak sind wir frei."
  4. Vor drei Wochen wurde die Hisbollah in Deutschland verboten. Im Libanon sitzt die militante Schiitenorganisation als Partei im Parlament. Welche Rolle spielt sie dort? Und wie überzeugt sie bis heute auch junge, gebildete Anhänger, in den Kampf zu ziehen?Mehr
  5. Nach einem Bericht des IKRK waren Ende 2000 2900 Personen als vermisst gemeldet, davon 2400 Kosovo-Albaner, 400 Serben, 100 anderer Nationalität.[202]
  6. Insgesamt bildete die Schlacht am Paštrik den Schlüsselpunkt im Krieg der VJ gegen die UÇK,[172] die hier bedeutende Verluste und sich in der direkten Gegenüberstellung mit der weit überlegenen VJ in einer Feldschlacht gegen eine reguläre Armee als unbrauchbar erwiesen hatte. Die UÇK besaß als militärischen Faktor kein Gewicht, um irgendwelche militärischen Operationen über längere Zeiträume gegen die VJ durchhalten oder eine Entscheidungsschlacht zu ihren Gunsten entscheiden zu können.[173]
  7. Der Luftkrieg der NATO war ursprünglich nur für wenige Tage vorgesehen und die Ziele für die Angriffe waren nach einem bestimmten Schema organisiert. Es gab erste, zweite und dritte Kategorien je nach Zieltyp und geplantem Eskalationsverlauf der Luftschläge. Dabei entsprachen die Typen eins und zwei den militärischen Zielen, die dritte Kategorie den Zielen der zivilen Infrastruktur. Anfangs zielten die Luftangriffe der NATO nur auf Ziele der ersten und zweiten Kategorie. Da Milošević aber früh zu verstehen gab, dass er sich der Gewalt der Luftstreitmacht nicht ohne weiteres beugen würde und seine Armee vorzeitig in Deckung beordert wurde, entschied die NATO relativ bald, eine Eskalation herbeizuführen und auch Ziele der zivilen Infrastruktur anzugreifen.[109]

Die Allianz, so gibt der ehemalige Offizier zu bedenken, hätte gemäß ihrer Statuten nur dann eingreifen dürfen, wenn ein Mitgliedsland angegriffen worden wäre. Und das sei ja nicht der Fall gewesen. Sicherlich: Das westliche Bündnis habe den Einsatz damit begründet, eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern zu wollen. Doch gleichzeitig habe die NATO hier, in Serbien, eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Rund 200.000 Serben flüchteten als Folge der anhaltenden Übergriffe der Kosovarischen Befreiungsarmee UCK, sowie nach Ende des NATO-Einsatzes und des ab dem 10. Juni 1999 vereinbarten Rückzugs der jugoslawischen und serbischen Armee- und Polizeiverbände aus dem Kosovo. So wie er würden die meisten seiner Landsleute darüber denken, mutmaßt der ältere Mann:Die während des Krieges von dem zivilen NATO-Pressesprecher Jamie Shea in gezielt euphemistischer Absicht gebrauchte Wortwahl „Kollateralschaden“ für die von der NATO zu verantwortenden zivilen Opfer und Sachschäden wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Unwort des Jahres 1999 gewählt.[250] Als Begründung nannte die Jury die „Verharmlosung der Tötung Unschuldiger als Nebensächlichkeit“.[251]

Der Kosovo-Krieg 1999: Die Ursachen und Hintergründe marx2

20 Jahre nach dem Kosovo-Krieg gibt es noch immer keine Stabilität auf dem Balkan. Eine EU-Mitgliedschaft könne viele Probleme lösen, sagte Südosteuropa-Experte Dušan Reljić im Dlf. Wirtschaft und Außenhandel würden gestärkt und vermutlich auch die Auswanderung vieler Arbeitskräfte zum Teil gestoppt. [*] Pristina - Als vor einem Jahr der Nato-Luftkrieg gegen Jugoslawien begann, hallten vereinzelte Schüsse durch die menschenleeren Straßen der Kosovo-Hauptstadt Pristina. Jetzt dröhnt albanische.

Vor 20 Jahren begann der Kosovo-Krieg Bomben gegen Belgrad . 78 Tage lang dauerte der Kosovo-Krieg, mit dem die Vertreibung und Ermordung der albanischen Bevölkerung gestoppt werden sollte Die Offensive startete in den Morgenstunden des 26. Mai. Panzer und Feldartillerie der 2. Albanischen Armee unterstützten den Vorstoß durch einen fingierten Vormarsch im Drim-Tal. Drei Panzer der albanischen Armee wurden durch die VJ direkt zu Beginn auf albanischem Territorium ausgeschaltet, die weiteren Panzer drehten danach um.[143] Das Ablenkungsmanöver zeigte jedoch keine Wirkung: Die VJ hatte den eigentlichen Angriff auf Gorožup schon erwartet, da sie über die Bewegungen und Vorbereitungen der UÇK informiert war. Die VJ erwiderte die Artilleriesalven der Albanischen Armee ihrerseits mit schwerer Artillerie aus ihren Stellungen um Prizren, Dobruste, Zur und Vrbnica.[144] Vier Brigaden der UÇK mit insgesamt 6.000 Mann standen auf albanischer Seite bereit, um über den Paštrik vorzudringen. Durch 14.000 Soldaten der regulären Albanischen Armee verstärkt, hatten sie eine volle logistische Unterstützung der regulären Streitkräfte Albaniens. Die UN-Resolution 1244 vom 10.6.1999 besiegelte das Ende des Krieges und unterstellte Kosovo der Verwaltungshoheit der UN-Mission im Kosovo (UNMIK). Die Resolution ersetzt bis heute den noch immer ausstehenden Friedensvertrag. Trotz massiver internationaler Präsenz kam es im März 2004 zu Ausschreitungen, bei denen radikale kosovo-albanische Gruppen Angehörige der serbischen Minderheit und. Am 10. Juni billigte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der UN-Resolution 1244 sowohl den Friedensplan als auch das militärische Abkommen. Dem stand jedoch mit dem „Meeting of the meetings“ am 26. Februar 1989 in Belgrad eine gewaltige und medienpräsente Massendemonstration gegenüber, auf der ein rigoroses Vorgehen im Kosovo gefordert wurde.[45] Massenproteste der Bevölkerung führten am 5. Oktober 1988 zum Sturz der politischen Führung in der serbischen Autonomen Provinz Vojvodina sowie am 11. Januar 1989 in der besonders unter Misswirtschaft leidenden jugoslawischen Republik Montenegro. Milošević nahestehende Politiker übernahmen dort die Führung.[46]

Vor 20 Jahren begann der Kosovo-Krieg - Bomben gegen

Am 13. Dezember 2001 befand ein Militärgericht in Paris den französischen Commandant Pierre-Henri Bunel des Verrats für schuldig und verurteilte ihn zu einer von fünf auf zwei Jahre verkürzten Haftstrafe. Bunel war der Weitergabe streng geheimer Zielkoordinaten und operativer Daten der NATO an den serbischen Agenten und Oberst Jovan Milanović[186] in Brüssel im Jahre 1998 angeklagt worden. Als Motiv für die durch ihn eingestandene Tat gab er an, Serbien von der Authentizität der Drohungen der NATO überzeugen und damit eine humanitäre Katastrophe im Land abwenden zu wollen.[187][188] Der Guardian sah Bunels Antrieb in seiner schleppend verlaufenden Militärkarriere.[186] Der BBC zufolge beschuldigten andere NATO-Mitglieder Frankreich aufgrund seiner historisch bedingten Sympathien für Serbien, die im französischen Offizierskorps besonders stark anzutreffen gewesen seien, die Luftangriffe zu erschweren.[189][190] Fahrije Hoti wohnt in "Krusha e Madhe ", wie das kleine Dorf rund 15 Kilometer nordwestlich von Prizren, tief im Süden des Kosovo, auf Albanisch genannt wird. Am frühen Morgen des 25. März 1999 rückten schwerbewaffnete Einheiten der jugoslawischen Armee, der serbischen Polizei und Paramilitärs in den Ort ein. Aus Unzufriedenheit mit der Situation in Jugoslawien verfassten serbische Wissenschaftler zwischen 1982 und 1986 das SANU-Memorandum, in welchem sie eine stärkere Berücksichtigung serbischer Interessen forderten. Dabei wurde den Kosovo-Albanern ausdrücklich Schuld an der festgestellten Misere Serbiens zugewiesen, indem ein „Völkermord an den Serben im Kosovo“ beklagt wurde.[42] Slobodan Milošević, seit 1986 Parteivorsitzender des Bundes der Kommunisten Serbiens und ab 1989 Präsident der Teilrepublik Serbien, nutzte die nationalen Vorbehalte zum eigenen Machtausbau und zur systematischen Stärkung Serbiens innerhalb Jugoslawiens.

Als Serbien 1989 die Autonomie zweier Provinzen aufhob - der Vojvodina im Norden und des Kosovo im Süden des Landes - gründete Rugova die "Demokratische Liga des Kosovo" (LDK). Als ihr Vorsitzender setzte er sich für die Unabhängigkeit des Kosovo ein – auf eine Autonomie wollte er sich gar nicht mehr einlassen. Die Albaner waren zwar eine nationale Minderheit in Serbien, im Kosovo aber stellten sie die überragende Mehrheit dar. Als sich der Zerfall Jugoslawiens abzeichnete, erkannte Rugova die historische Chance für die Kosovo-Albaner. Die integrierte Luftverteidigung (PVO) der Vojska Jugoslavije bestand aus der 250. Raketenbrigade sowie dem Jagdgeschwader der Jugoslawischen Luftwaffe. Der VJ standen nur militärtechnisch veraltete Geräte zur Verfügung, diese aber in großer Zahl. Darunter waren 24 S-75-, 16 S-125- und 60–80 2K12-Kub-Einheiten.[111] Die operativ bedeutendsten Raketendivisionen bestanden aus sechs mobilen Divisionen mit mobilen 2K12-Kub sowie den als Ring um Belgrad (Batajnica, Jakovo, Mala Vrbica (Mladenovac), Zuce und Pančevo) angeordneten fünf Divisionen mit halbstationären S-125-Batterien. Im Ergebnis des Krieges wurde, basierend auf der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates, eine UN-Verwaltung in der Provinz eingerichtet, gleichzeitig aber auch die Zugehörigkeit des Gebietes zur Bundesrepublik Jugoslawien bestätigt.[237]

Die Monatszeitschrift Le Monde diplomatique publizierte im März 2000 ein kritisches Dossier, in dem besonders die Rolle der Medien bei der Verbreitung von unbegründeten Gerüchten dargestellt wurde.[266] Die westlichen Staaten hätten sich einer diplomatischen Lösung verweigert.[267] Skender Hasani steht im kahlen Garten seines Hauses in Ilirida, dem südlichen Stadtviertel von Mitrovica.Der Streit der Militärführungsebene über die strategische Linie zwischen Wesley Clark, SACEUR der NATO-Streitkräfte in Europa, der den vornehmlichen Einsatz und die Eskalation der Kriegsführung gegen die VJ im Kosovo befürwortete, und Michael C. Short, Luftwaffenchef der NATO (Joint Air Force Component Commander) und damit Planer der Luftangriffe, der für eine Ausweitung oberhalb des 44. Breitengrades auf die zivile Infrastruktur Serbiens optierte,[229][230] beschädigte die Führungsposition Clarks nachhaltig. Der Widerstand der operativen militärischen Leitung gegen politische Vorgaben zur Kriegsführung trug zu einer Neubewertung militärischer Operationen der US-Armee innerhalb von Koalitionsbündnissen bei, die wesentliche Teile wie die strategische B2-Bomberflotte außerhalb des NATO-Kontrollgremiums operieren ließ.[231]

Jubel in Pristina: 2008 erklärt das Kosovo sich für unabhängig. (picture alliance / dpa / Valdrin Xhemaj)Die zunehmende Kritik an der Ineffektivität, die serbischen Truppen durch beschränkte Luftschläge aus dem Kosovo zu drängen, ließen Ende Mai Überlegungen einer Bodenoffensive erneut aufkommen. Am 28. Mai flog deshalb Tony Blair zu Beratungen mit Bill Clinton nach Washington. Größtes Hindernis für eine Bodenoffensive war aber, dass es Monate gebraucht hätte, um eine zahlenmäßig überlegene Armee aufzustellen.[177] Nach dem Krieg wurde bekannt, dass der britische Premierminister Anfang Juni mit dem US-amerikanischen Präsidenten übereingekommen war, eine zum Sieg über die VJ tatsächlich notwendige Bodenoffensive am 10. Juni 1999 auszurufen; sie hätte frühestens im September 1999 begonnen werden können.[178] "Meine amerikanischen Mitbürger. Heute haben sich unsere Streitkräfte den Luftangriffen unserer NATO-Verbündeten auf serbische Streitkräfte angeschlossen, die für die Brutalität im Kosovo verantwortlich sind. Wir haben aus mehreren Gründen mit Entschlossenheit gehandelt: Wir haben gehandelt, um Tausende unschuldiger Menschen im Kosovo vor einer wachsenden militärischen Offensive zu schützen." – US-Präsident Bill Clinton, am 24. März 1999, im Oval Office, Washington."Ich muss zugeben, dass ich das erwartet habe. Die Bombardierung, die Aggression auf die Bundesrepublik Jugoslawien hätte noch im Oktober 1998 beginnen sollen, wurde aber wegen der Umstände nur verschoben. Dann wurden all meine Illusionen zerbrochen, dass die Politik des Westens gegenüber Serbien nur mit der Frage der Demokratie verbunden ist und dass es nur eine Frage war, ob Milosevic fallen soll – und dann geht es allen gut. Damals haben wir begriffen, dass ein guter Teil westlicher Staaten keine guten Absichten gegenüber Serbien hat, sowie dass alles nur mit dem im Voraus entworfenen Plan gemacht wurde, dass der Kosovo von Serbien getrennt wird."

Es war überhaupt nicht mehr angenehm mit Belgrader Nummernschild durch das Kosovo zu fahren. Auf leeren Landstraßen hatte ich dauernd das Gefühl, dass jemand auf mein Auto schießen würde. Serbische Polizisten waren nervös und hatten Angst. Es war ein Katz-und-Maus-Spiel, das die UCK allmählich für sich gewann. Die Folge immer härterer serbischer Vergeltungsmaßnahmen war, dass der UCK immer mehr junge Albaner beitraten. Gleichzeitig reagierte der Westen verhalten auf die Unabhängigkeitsbestrebungen im Kosovo. Dass gerade dem Kosovo als serbische Provinz eine zentrale Rolle für die Entfachung sozialer und nationaler Konfliktherde zukam, kann als in engem Zusammenhang mit der gesamtjugoslawischen Situation stehend gesehen werden. Tito hatte mit dem Rotationsprinzip der acht Vertreter aus den Republiken und Provinzen ein ausgeklügeltes System der Machtbalance in der multiethnischen Föderation entwickelt. So trat er den serbischen und kroatischen Machtansprüchen in Bosnien-Herzegowina mit der Nationsbildung der bosnischen Muslime entgegen. Um die Serben zu schwächen, hatte er die beiden serbischen Provinzen Kosovo und Vojvodina gestärkt. Bald nach seinem Tod begannen jedoch die auseinandertreibenden Kräfte die zusammenhaltenden zu überwiegen.[28]

Kosovo: 10 Jahre nach dem Krieg Alle multimedialen

Trotz zahlreicher beim Generalbundesanwalt eingereichter Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen § 80 Strafgesetzbuch (Vorbereitung eines Angriffskrieges) wurden keine Ermittlungen aufgenommen. Laut Generalbundesanwalt sei von den Anzeigenden übersehen worden, dass § 80 StGB sich von Art. 26 Grundgesetz herleitet, der ausdrücklich vorsieht, nur solche Handlungen unter Strafe zu stellen, „die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören“. Angesichts der bereits vorhandenen Störung des friedlichen Zusammenlebens im Kosovo und des friedenserzwingenden Motivs für ihr Handeln im Selbstverständnis der Bundesregierung fehle eine Absicht im Sinne des Art. 26 Abs. 1 GG und § 80 StGB laufe ins Leere. Dass die NATO damals eingreifen würde, nach dem monatelangen politisch-militärischen Tauziehen innerhalb des Bündnisses, ob und wie Milosevic an der Fortsetzung der ethnischen Säuberungen im Kosovo gehindert werden könnte, das sei ihm damals klar gewesen: Nach dem Nichtzustandekommen des Vertrags von Rambouillet wurde die Kosovo Verification Mission am 20. März 1999 nach Mazedonien evakuiert. Teile der Mission verblieben in Mazedonien und Albanien und wurden zur Flüchtlingsarbeit und zur Ermittlung von Menschenrechtsverstößen eingesetzt. Mit Beschluss vom 8. Juni 1999 wurde die Mission aufgelöst und durch die „OSZE Task Force“ ersetzt. Der Kosovokrieg war in den USA überwiegend unpopulär. Bill Clinton beschwichtigte in seiner Ansprache die amerikanische Bevölkerung mit den Worten: „Habe nicht vor, unsere Truppen im Kosovo einen Krieg führen zu lassen.“[270] Es gab erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Dringlichkeit der Militäroperation: Die politischen Falken um Außenministerin Madeleine Albright und ihren Militärberater Wesley Clark waren für schnelles militärisches Eingreifen, während der Generalstab im Verteidigungsministerium unter Henry H. Shelton und Sicherheitsberater Sandy Berger zur Vorsicht mahnten. Noch am 23. März beruhigte Albright die Amerikaner über die mögliche Dauer der Kampfhandlungen: „Ich sehe dies nicht als lang andauernde Operation. Ich denke, das ist etwas […] das innerhalb einer kurzen Zeit erreichbar ist. Aber […] ich bin nicht gewillt mich festlegen zu lassen.“[270] Am ersten Tag der Luftschläge blieb die Luftverteidigung der VJ praktisch inaktiv, am zweiten Tag wurden zehn Kub-Raketen abgefeuert. In den späteren Phasen wurden von den über das ganze Territorium verteilten 2K12 Kub-Systemen immer wieder Raketen auf NATO-Flugzeuge gestartet. Dies Führte dazu, dass die NATO-Flugzeuge ihre Flugrouten so wählten, dass diese ausserhalb des Wirkungsbereiches der 2K12 Kub-Systeme lagen. Zur Verteidigung einzelner Ziele wurde vorrangig Sperrfeuer mit Flugabwehrkanonen eingesetzt.

In den letzten zehn Jahren hätten die sechs südosteuropäischen Staaten, die einen EU-Beitritt anstreben, ein Handelsdefizit von 100 Milliarden Euro mit der EU verzeichnet. "Sie kaufen mehr ein, als sie in die EU verkaufen." Mit einer EU-Mitgliedschaft würde die Wirtschaft gestärkt, der Außenhandel ebenfalls – zum Vorteil der EU. Vermutlich könne aber auch die Auswanderung der Arbeitskräfte zum Teil gestoppt werden.Halit Barani blättert in seinen minutiös geführten Akten, die er in seinem Wohnhaus aufbewahrt. Alte Aktenordner, beschriftet mit Jahreszahl und Monat, in denen der langjährige Leiters des Büros für Menschenrechte in Mitrovica seit bald drei Jahrzehnten jede Gewalttat verzeichnet hat, die von der damals jugoslawischen und serbische Polizei und Armee an Kosovo-Albanern verübt worden ist. Heute 05:30 - 06:15 Uhr (45 Min.) 45 Min. Kosovo wirbt man um Touristen und um Investoren, elf Jahre nach der Unabhängigkeit und zwanzig Jahre nach dem Ende des Kosovo-Krieges. Aber dieses. Der deutsche Bundestag stimmte der Beteiligung von Streitkräften der Bundeswehr am 16. Oktober 1998 zu. Bereits zuvor beschloss das noch amtierende Kabinett Kohl gemeinsam mit den Wahlsiegern der Bundestagswahl 1998, Gerhard Schröder und Joschka Fischer, den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der NATO ohne UN-Mandat, den ersten Einsatz deutscher Soldaten in einem militärischen Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.[241]

1986 zog nach einer von 2000 Serben unterzeichneten Petition gegen den „albanischen Nationalismus und Separatismus“ eine Gruppe von rund hundert Serben aus dem Kosovo nach Belgrad und beschwerte sich bei der Führung Serbiens und Jugoslawiens über andauernde Diskriminierung und die schwierige Lebenssituation der Serben im Kosovo. Nach dem Muster dieses „Marsches nach Belgrad“ wurden in der darauffolgenden Zeit viele Märsche organisiert und von den Medien in den Fokus der Berichterstattung gestellt.[41] Nach dem Tod Titos im Mai 1980, der als jugoslawischer Staatschef die Position der Albaner in Jugoslawien gestärkt und die der Serben eingegrenzt hatte, ging die politische Führung Jugoslawiens auf ein im Rotationsprinzip regierendes Präsidium über, das aus den acht Vertretern der Republiken und Autonomen Provinzen bestand.[31] Flüchtlinge berichteten, dass am 25. März 1999 in Bela Crkva von serbischen Sicherheitskräften mehr als 60 Kosovoalbaner getötet wurden, inklusive 20 Angehörige des Popaj-Clans und 25 Mitglieder des Zhuniqi-Clans. Berichten zufolge sollen einen Tag später 40 Albaner in Velika Krusa getötet worden sein. Zwischen 1. und 4. April hätten Sicherheitskräfte zudem mindestens 47 Menschen während einer gewaltsamen Vertreibungsaktion in Djakovica getötet. Die VJ hatte im Konflikt 514 Tote, bei NATO-Luftangriffen starben 164, in Gefechten mit der UÇK 291 und durch Unglücksfälle ohne Kampfeinwirkung 59 Soldaten. Dazu kommen noch Opfer unter den Einheiten des MUP (Polizei) sowie Freischärler und zivile Opfer. Die NATO hatte nach offiziellen Darstellungen keine Opfer. Informationen legen aber nahe, dass bei verdeckten Operationen durch Delta Forces und weitere Spezialeinheiten, die während des Krieges im Kosovo operierten (so die britische SAS),[199] und insbesondere bei den schweren und mehrere Wochen dauernden Gefechten am Grenzposten Košare auch Soldaten aus Spezialeinheiten des westlichen Bündnisses umgekommen sind.[200]

Der heute 82-Jährige Ex-Außenminister, während und nach dem Kosovo-Krieg Belgrads Chefdiplomat, sitzt an einem großen Besprechungstisch in seinem Büro. Kurz nach der politischen Wende in. Als am 27. März über dem Dorf Buđanovci 50 km nordwestlich von Belgrad – zum ersten Mal überhaupt – ein Tarnkappenbomber vom Typ F-117 „Nighthawk“ von der dritten Division der 250. Raketenbrigade in Jakovo mit einer sowjetischen Boden-Luft Rakete S-125 Newa abgeschossen wurde, gelang der Luftverteidigung der VJ damit ein weitreichender taktischer Erfolg, der das operative Vorgehen der NATO-Luftwaffe nachhaltig änderte und die Sicherheitsregeln für die Angriffe dauerhaft verschärfte. Tarnkappenbomber konnten von nun an nur noch mit Begleitschutz fliegen, und die SEAD-Einsätze zum Zerstören gegnerischer Raketen- und Radarstellungen machten fortan einen großen Teil der gesamten Luftoperation aus, was die Flugzeuge daran hinderte, ihre eigentlichen Ziele zu bekämpfen. Der Pilot der abgeschossenen F-117A wurde noch in der Abschussnacht von Spezialeinheiten der US Air Force gerettet. Das Flugzeugwrack steht heute im Flugmuseum der Stadt Belgrad.[118] Die F-117A wurde nach Analysen der Luftgefechte in Jugoslawien letztlich eingemottet, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass sie keine GPS-gesteuerten Waffensysteme einsetzen kann. Am 28. Februar 1998 entzündete sich der Kosovo-Krieg an einer Vergeltungsaktion der serbischen Polizei in einem kosovarischen Dorf. Doch wie kam es zum Konflikt? Ein Rückblick auf die Ereignisse Auch die für die moderne Architektur Serbiens herausragenden Gebäude wie das erste Hochhaus in Novi Beograd, das ehemalige Gebäude des Zentralkomitees, der Palata Usče (Mihailo Janković, 1959) und das erste Luxus-Hotel der Hauptstadt, Jugoslavija, waren Ziele der Bombardierung und wurden beschädigt.[217]

Die UCK wurde danach immer aggressiver, die serbischen Streitkräfte immer brutaler. Auch im Westen kippte die Stimmung, was das Kosovo anging. Die USA organisierten in Albanien Trainingslager für Kämpfer der UCK und rüsteten sie auf. Am 24. März 1999 begannen die Luftangriffe der Nato auf die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), die bis zum 10. Juni dauerten. Die Nato koordinierte ihre Aktionen im Kosovo mit der UCK. Serbische Streitkräfte wurden zum Rückzug gezwungen, über 200.000 Serben flüchteten aus der Provinz. Am 17. Februar 2008 rief das Kosovo die Unabhängigkeit aus. Rugova erlebte das nicht, er war zwei Jahre zuvor in Pristina gestorben. Kein Flughafen wurde so intensiv genutzt und gebraucht wie Berlin-Tegel, keiner wurde so lang am Sterben gehindert. Doch jetzt endet die Gnadenfrist.

Das große Albanien? | per5pektivenwechselDie Bundeswehr im Krieg - ZDFmediathek

Die Straßencafés im südlichen Stadtteil von Mitrovica, der heute de facto in einen serbischen Nord- und einen albanischen Südteil geteilten Stadt im Kosovo, sind bereits gut besucht. In der schon wärmenden Vorfrühlingssonne genießen Büroangestellte und Passanten die Mittagspause, treffen sich mit Freunden und Familie.Tito versuchte schwache Volks- oder Religionsgruppen gegenüber den großen Bevölkerungsgruppen zu stärken. Um im neuen Staat ein serbisches Übergewicht zu verhindern, wurden die „autonomen Provinzen“ Vojvodina und Kosovo von der Teilrepublik Serbien abgespalten. Bis 1948 gab es eine offene Grenze, die albanische Einwanderung in den Kosovo wurde gezielt gefördert, die Albaner wurden zu Ungunsten der Serben subventioniert. Am 28. Februar und 1. März 1998 drangen militärisch ausgerüstete serbische Polizeikräfte in die Dörfer Likošane und Čirez im Gebiet um Drenica vor, das als Hochburg der UÇK galt und vor dem Einsatz praktisch unter Kontrolle der Rebellen stand. Die angreifenden serbischen Kräfte waren mit Armeehubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen bewaffnet und nahmen die Ortschaften unter Dauerbeschuss, bevor sie ihre Kräfte im Häuserkampf einsetzten. Während heftiger Feuergefechte wurden 25 Kosovoalbaner und vier serbische Polizeikräfte getötet.[7][62]

Wenn die EU sich nicht um die Balkanstaaten kümmert, werden diese früher oder später eigene Wege gehen. Russlands Präsident Putin wirbt bereits um sie. Auf dem Balkan könnten bald schon Interessen aufeinanderprallen.   Von Peter Münch Der Hufeisenplan wurde im Frühjahr 1999 unter anderem durch die damaligen deutschen Minister Joschka Fischer[84] und Rudolf Scharping zur Begründung des Kosovokriegs gegen das damalige Rest-Jugoslawien angeführt. In einem Interview mit dem Spiegel berief sich Rudolf Scharping auf den angeblichen Operationsplan Hufeisen, der beweise, dass eine „ethnische Säuberung“ des Kosovo im Falle des Nichteingreifens der NATO „mit derselben Brutalität unter weniger internationaler Aufmerksamkeit, vielleicht etwas langsamer, aber dafür um so gründlicher“ bevorgestanden hätte. Scharping behauptete, dass die Ausführung des angeblichen Operationsplans Hufeisen schon vor den Luftschlägen der NATO begonnen und im März 1999 bereits zu über einer halben Million Vertriebener geführt habe.[85]

Kinderweltreise ǀ Bosnien und Herzegowina - Geschichte

Im Mai und Juni eskalierten die Angriffe der NATO, die nun nicht mehr durch schlechtes Wetter behindert wurden.[129] Die NATO zielte mittlerweile auch vorrangig auf die Stromversorgung in Serbien. In der Nacht vom 2. zum 3. Mai setzten US-Kampfflugzeuge erstmals auch Graphitbomben vom Typ BLU-144/B gegen die Kondensatoren von Umspannwerken in Serbien ein, die im Hochspannungsnetz einen Kurzschluss hervorriefen. Weitere Einsätze erfolgten gegen die Wärmekraftwerke Nikola Tesla in Obrenovac sowie in Kostolac. Der Angriff in Kostolac verursachte den Zusammenbruch des elektroenergetischen Systems Serbiens. Ohne Strom blieben Belgrad, die ganze Vojvodina, alle Städte der Morava-Region, Niš, Kragujevac, Smederevo, Valjevo und andere Städte sowie Teile der Republika Sra. Wegen Havarien hatten viele Städte auch kein Wasser. "Niemand sah das Tempo und Ausmaß der Vertreibungen voraus. In den ersten drei Wochen nach Beginn der NATO-Bombardierungen strömten 525.000 Flüchtlinge aus dem Kosovo in die Nachbarländer. Insgesamt vertrieben Regierungseinheiten 862.000 Albaner aus dem Kosovo, und zudem wurden viele Hunderttausende im Kosovo vertrieben, zusätzlich zu denjenigen, die vor dem März 1999 vertrieben worden waren. Mehr als 80 Prozent der gesamten Bevölkerung des Kosovo – von denen 90 Prozent Kosovo-Albaner waren – waren aus ihren Häusern vertrieben worden." 

USA Begeisterung im Kosovo

Mit Bombardements aus der Luft wollte die NATO Serbien aus dem Kosovo zurückdrängen, am 9. Juni 1999 gab Serbiens Präsident Milosevic schließlich nach. Das Kosovo ist seit elf Jahren unabhängig, Russland, China und auch einige EU-Mitglieder erkennen die Unabhängigkeit allerdings nicht an.Mit Demonstranten, die sich nicht daran stören, neben Rechten und Extremisten zu stehen, kann man nicht verhandeln. Wer gehört werden will, muss zu ihnen Abstand halten.

Das tatsächlich von Bunel verursachte Risiko für Soldaten des Nordatlantikbündnisses stellte sich als gering heraus, da die von ihm herausgegebenen Informationen vorläufiger Natur waren.[191] Der Independent bezichtigte Bunel des „Antiamerikanismus“[192] anstelle bestimmter Sympathien. Im Frühjahr 1996 begann die UÇK zum bewaffneten Kampf überzugehen und unternahm Operationen im Kosovo gegen staatliche Einrichtungen und die Zivilbevölkerung. Mit Attentaten wie auf ein serbisches Flüchtlingsheim im Februar 1996 und auf serbische Cafes verbreitete sie nach dem Muster terroristischer Organisationen durch Gewalttaten unter der Zivilbevölkerung Schrecken, um politische Ziele zu erreichen. Seit 1997 ging die UÇK zudem gegen mutmaßliche und tatsächliche Kollaborateure in der Bevölkerung vor. Im Februar 1996, als annähernd 16.000 aus Kroatien vertriebene Serben im Kosovo angesiedelt oder – meistens gegen ihren Willen – in Flüchtlingslagern untergebracht waren, verübte auch die LKÇK Bombenattentate auf serbische Flüchtlingslager.[54] Am 28. November 1997, dem albanischen Nationalfeiertag, trat die UÇK auf dem Begräbnis eines unter ungeklärten Umständen gestorbenen albanischen Lehrers zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf.[53]

Nach dem Report der internationalen Kommission „The Independent International Commission on Kosovo“[196] war die Zahl der Opfer in der ersten Konfliktphase, also von Februar 1998 bis zum März 1999, verhältnismäßig gering: bis zum September 1998 wurden dabei etwa 1000 Zivilisten getötet, allerdings ohne gesicherten Nachweis. Die Anzahl der Opfer von September 1998 bis März 1999 wurde dagegen als unbekannt bezeichnet, müsse aber niedriger gewesen sein. Während dieser ersten Phase habe es mehr als 400.000 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser getrieben, etwa die Hälfte davon wurde als „internally displaced“ eingestuft. Die meisten Binnenflüchtlinge seien aber nach der Holbrooke-Milošević-Vereinbarung wieder zurückgekehrt. Für die zweite Phase des Konflikts nach dem Beginn der NATO-Luftangriffe, vom 24. März bis zum 19. Juni 1999, schätzt der Report die Anzahl der Getöteten als in der Nähe von 10.000 befindlich ein, wovon bei weitem die meisten Kosovo-Albaner gewesen seien, die durch Kräfte der Bundesrepublik Jugoslawien getötet wurden. Annähernd 863.000 Zivilisten suchten laut dem Bericht in diesem Zeitraum außerhalb des Kosovos Zuflucht oder wurden aus dem Kosovo vertrieben. Und weitere 590.000 waren innerhalb des Kosovo „internally displaced“[197] lebten also außerhalb ihrer eigenen Wohnstatt.[198] Der lange Schatten des Krieges. Vor 20 Jahren griff die Nato in den Konflikt um Kosovo ein. Heute will das Land ebenso wie Serbien in die Europäische Union. Vorher sollen die beiden Staaten ihren.

Fahrije mit ihrem Mann, dem dreimonatigen Sohn und der dreijährigen Tochter suchten, wie nahezu alle Dorfbewohner, zunächst  Schutz in den umliegenden, bewaldeten Hügeln. Als es in der Nacht zu kalt für die Kleinkinder wurde, schlichen sie sich in abgelegene Häuser in der Nähe ihres Dorfes – bis sie entdeckt wurden:Der erste große Angriff auf ein bedeutendes innerstädtisches Objekt galt in der Nacht vom 22. zum 23. April dem Gebäude des Serbischen Rundfunks (RTS) in der Aberdareva-Straße in Belgrad. 16 Zivilisten wurden dabei getötet und der Sendebetrieb des Fernsehens für wenige Stunden unterbrochen. Der nächste große Angriff in Belgrad erfolgte in der Nacht vom 29. zum 30. April auf die Gebäude des Generalstabs der Streitkräfte Jugoslawiens und das bereits beschädigte Gebäude der Bundespolizei. Bei diesem Angriff wurde auch der Belgrader Fernsehturm zerstört, da er der „gegnerischen Unterdrückungsmaschinerie diente“.[127] Bei dem Angriff starben laut amnesty international 19 Menschen; der Angriff war auch innerhalb der NATO rechtlich umstritten.[128] Während des Krieges wurden von der NATO mindestens 35.000 Geschosse (etwa zehn Tonnen) mit abgereichertem Uran verschossen. Auch Clusterbomben und Landminen wurden eingesetzt. Im Kosovo blieben zahlreiche Landminen sowie nicht explodierte Munition von Streubomben der NATO zurück.[225] Der Europarat hat die Bombardierung wegen der ökologischen Konsequenzen als Verletzung der Genfer Konvention gerügt.[226] Am 31. März gerieten im Grenzgebiet zwischen dem Kosovo und Mazedonien drei US-Soldaten (Cpt. Peter Lamp, Airman Miles, AFC MC Grom) in die Gewalt der jugoslawischen Armee. Sie wurden wenige Tage später wieder freigelassen. Am 7. April schloss Jugoslawien seine Grenzen zu Albanien und Mazedonien und trieb die soeben vertriebenen Kosovaren zurück ins Landesinnere.

1,5 Millionen verliessen die Heimat: Wie sich der KosovoPristina – Klexikon - Das Freie KinderlexikonKriegslügen & Greuelpropaganda | Viel Spass im System

Krieg, Terror, gewaltsame Konflikte: Internationale Auseinandersetzungen sind allgegenwärtig. Aber auch auf nationalstaatlicher Ebene spielen Konflikte eine zunehmend wichtigere Rolle. Dabei geht es auch und immer wieder um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Seit 2001 verschickt die bpb daher einen täglichen Newsletter mit Beiträgen zu den Folgen von Krieg, Terrorismus und anderen Aspekten der Sicherheitspolitik.In Nordostalbanien starben 34 Zivilisten durch Landminen und Blindgänger, die zum Teil bis zu 20 Kilometer jenseits der Grenze eingeschlagen waren; mehr als 200 weitere wurden verletzt.[205] Nachdem die UÇK unter ihrem lokalen Anführer Adem Jashari wiederholt serbische Polizeistellen angegriffen hatte, gingen vom 5. bis 7. März serbische Polizeikräfte in die Gegenoffensive und griffen Jashari auf seinem Wohnsitz in Donji Prekaz an. Unter Gegenwehr wurden vermutlich 58 Mitglieder der Großfamilie getötet. Adem Jashari kam dabei ebenfalls ums Leben. Zwei serbische Polizeiangehörige wurden am 5. März getötet. Zur selben Zeit wurden weitere Dörfer der Region Polac, Ternavc, Morine, Vojnik und Mikushnice mit schweren Waffen, darunter Kanonen und Granatwerfer, beschossen. Mindestens sechs Kosovoalbaner starben unter ungeklärten Umständen im nahegelegenen Dorf Lausa.[7][62]

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